WHAT'S NEW JOBS ÜBER UNS ECHO KONTAKT
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Führen Konzernchefs Bewerberinterviews? Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verbringt bis zu 50 Prozent seiner Zeit damit. Larry Page, Gründer von Google, tut es, Yahoo-CEO Marissa Mayer auch. Sie alle genehmigen jede Neueinstellung – persönlich. Weil Recruiting zur vielleicht wichtigsten Führungsaufgabe im digitalen Zeitalter geworden ist, wie Freiheit.com-Geschäftsführerin Claudia Dietze in ihrer Management-Kolumne schreibt: Denn Team und Kultur entscheiden über den Erfolg von Digitalfirmen.

"Im Zuge der Digitalisierung sind alle auf der Suche nach der neuen Produkt-Idee, nach der neuen Kultur, nach der neuen Arbeitsweise, nach dem neuen Markt und am Ende auch und vor allem nach dem richtigen Team. Umso mehr buhlen alle um die Menschen mit exzellenter Ausbildung, mit dem intrinsischen Willen nach Verbesserung und den Machern, die ihre kreativen Ideen auch umzusetzen verstehen. Alles, ob Produkt-Idee, Arbeitsweise oder auch die Kultur des Unternehmens, wird geprägt durch diese Persönlichkeiten.

Silicon Valley CEOs ist klar: Das Recruiting ist die vielleicht wichtigste Führungsaufgabe im digitalen Zeitalter geworden. Warum ist das so?

Neue Berufe entstehen, die Nachfrage danach ist groß, das Angebot gering. Viele klassische Berufe verschwinden und werden durch Maschinen ersetzt. Da wir uns inzwischen im zweiten Maschinen-Zeitalter befinden, ist es nicht verwunderlich, dass von 13 der 25 am meisten nachgefragten Jobs in Amerika heute schon aus dem Software-Bereich kommen. Die höchste Nachfrage gibt es laut einer Analyse von Glassdoor.com für Data Scientists, UX-Experten, Software-Architekten und Software Engineers. Die Nachfrage steigt täglich und das Angebot wächst nicht im gleichen Maße. Das kann man auch am Gehaltsgefüge sehen. Die durchschnittlichen Angebote in Amerika bei diesen Berufen liegen in der Regel über 100.000 US-$ pro Jahr. Selbst Top-Praktikanten verdienen in den USA häufig zwischen 5.000 und 7.000 US-$ pro Monat plus "Perks" wie freie Unterkunft, Essen und Transport.

Als CEO unterstreicht man mit dem Fokus auf Recruiting auch dessen Wichtigkeit.

Interviews durch den CEO als Zeichen der Wertschätzung

Und man kann zudem die Unternehmensvision in einer frühen Phase an die New-Hires vermitteln. Denn Firmenchefs vertreten ein Wertesystem und ein Werteverständnis, das man in seinen Produkten zum Ausdruck bringen möchte. Wer kann besser erläutern, welche Vision das Unternehmen verfolgt, als der Gründer oder CEO selbst? Gleichzeitig ist es ein Zeichen hoher Wertschätzung gegenüber den Bewerbern, wenn der Gründer oder CEO tief in das Recruiting involviert ist. Bewerbungsgespräche sind längst nicht mehr unidirektional. Es ist vielmehr ein gegenseitiges Vorstellen, was man bekommt und was man erwartet. Als CEO muss man sich klar sein, dass das Arbeitsumfeld überzeugen muss, die Freiheit, die man bekommt sich einzubringen, muss inspirieren und die Ziele, die man gesteckt bekommt, müssen herausfordern.

A-Player möchten in einem Team von A-Players spielen

Man muss hohe Maßstäbe setzen und für deren Einhaltung sorgen. Wie Steve Jobs so schön gesagt hat: 'A players hire A players; B players hire C players; and C players hire D players. It doesn’t take long to get to Z players. This trickle-down effect causes bozo explosions in companies.'

Jeder A-Player möchte gerne in einem Team von A-Players spielen. Nur wenn man nicht immer 'the smartest guy in the room' ist, kann man sich weiter entwickeln und etwas Neues lernen. Darum darf man in der Auswahl als CEO auch keine Kompromisse eingehen. Man muss hohe Standards setzen und klar machen, dass diese nicht unterlaufen werden können. Nur dann bekommt man A-Player und kann sie auch halten.

Das führt direkt zum nächsten Punkt. Zum Recruiting gehört daher mittelbar auch eine sinnstiftende Unternehmenskultur, in der man sich entfalten und entwickeln kann. Auch wenn die Gehaltsvorstellungen hoch sind, ist bekanntermaßen das Gehalt nicht der entscheidende Faktor, sondern nur ein Hygienefaktor. Die Anekdote über Steve Jobs Versuch, den damaligen Pepsi-Manager John Sculley für seine damals noch junge Firma Apple anzuwerben, verdeutlicht wunderbar, wie wichtig 'Purpose' ist: 'Willst Du die Welt verändern oder willst Du weiter Zucker-Wasser verkaufen?'

Recruiting ist also keine Aufgabe, die man einfach an die Personalabteilung delegieren kann. Vom ersten Kontakt über die Bewerbungsphase, die Interviews und Tests bis zur Einstellung und dem On-Boarding ist sie heute die vielleicht wichtigste Aufgabe eines CEO."


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